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09.01.2018, 14:31

muss am 13 Januar die Nachnahme ausgeschaltet werden?

siehe https://www.haendlerbund.de/de/news/aktuelles/rechtliches/2581-zahlungsentgelte-kosten-nachnahme

oder man müsste die Kosten selbst tragen um auf Nummer sicher zu gehen. Bisher alles recht schwammig.



09.01.2018, 15:27

Re:muss am 13 Januar die Nachnahme ausgeschaltet werden?

Eigentlich nicht wirklich.

Surcharging betrifft doch lediglich die Kosten der Zahlart und hat wohl nichts mit den tatsächlichen Versandkosten zu tun.

Wenn ein Paket 12 EUR Versand kostet - spielt es doch keine Rolle wie der Kunde bezahlt; es handelt sich ja nicht um Zahlungskosten; denn das Paket kostet 12 EUR und die hat der Kunde auch zu bezahlen egal ob Nachnahme, Paypal, KK oder was auch immer.


10.01.2018, 13:30

Re:muss am 13 Januar die Nachnahme ausgeschaltet werden?

Es geht auch nicht um Versandkosten.
Es geht um zusätzliche Gebühren, die von einigen Händlern erhoben werden, wenn eine bestimmte Zahlart verwendet wird.
Es gibt Shops, die eine Gebühr erheben, wenn der Kunde z.B. per Kreditkarte zahlen möchte.

Genau diese Gebühren werden nun verboten.
Genauer: Für Zahlungen auf digitalem Wege (i.d.R. PayPal, Kreditkarte ...) dürfen ab dem 13.01.2018 keine zusätzlichen Gebühren mehr erhoben werden.

Was hat das ganze jetzt mit der Zahlart Nachnahme zu tun?
Die Zahlung entspricht doch einer Barzahlung?
Ja, in den allermeisten Fallen schon. Sollte die Nachnahmelieferung aber nicht zugestellt werden können und das Paket zur Abholung in die nächste Postfiliale gebracht werden, dann hätte der Kunde die Möglichkeit den Rechnungsbetrag (inkl. der Nachnahmegebühren) auch digital z.B. per EC-Karte zu bezahlen. Und hier" könnte" dann das Surcharging-Verbot greifen.

Wir werden erstmal abwarten, was die Rechtssprechung sagt.
Im Zweifel werden wir die Zahlart Nachnahme dann ausschalten.

Mit freundlichen Grüßen
M. Deskowski


10.01.2018, 15:31

Re:muss am 13 Januar die Nachnahme ausgeschaltet werden?

Naja..

Wer bitte bietet bei Vorkasse (es sei den Sofortüberweisung) irgendwelche Gebühren an - habe noch keinen Händler gesehen der bei Vorkasse per Banküberweisung Geld haben wollte. Selbst bei Nachnahme fallen reale Versandkosten an wie auch bei allen anderen Zahlarten (KK, PP und Co) der Fall.

Der einzige evtl. Knackpunkt bei Nachnahme sind wohl die 2 EUR (für mich hat das nichts mit der Zahlart selbst zu tun) aber hier hat DHL doch auch schon was unternommen und ändert dies zum 1. März 2018.

Abgesehen davon bin ich auch einer der Shops der bei einigen Produkten die Kosten der Entgelte je nach Produkt auch an meine Kunden weitergeben musste. Auf der einen Seite begrüße ich dies sehr aber ob es auch so funktioniert - kein Händler muss seine Kalkulationen offen legen und solange nicht Kostendeckend das Surcharging reingeholt wird wäre alles gut.

Betrachte ich mir mal die Onlineshops so verlangten selbst die Großen 1,95% wenn man Paypal bezahlt - der Shop berappt aber unter 1% ... und da gibt es genügend die sogar noch 2,9% oder mehr verlangt haben (auch das war bis dahin nicht zulässig - hat aber keinen Interessiert!).

Man krallt sich also 1% Extra vom Kunden - für mich war dies immer ein Unding und Frechheit aber nun ist damit endlich Schluss! Gut so!

Und unter dem Gesichtspunkt, dass kein Händler, wie bereits geschrieben, die Kalkulation offen legen muss kann man auch demensprechend Versandkosten ausweisen solange selbige das Surcharging NICHT decken; Staffelpreise für Warenwerte, Gewicht oder Anzahl der Pakete und was einem noch so einfallen mag - wir werden es sehen.





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