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27.10.2009, 21:11

Kreditkartenbetrüger und andere Bösewichte

Hallo POWERGAP Nutzer!

Es geht wieder in Richtung Weihnachten und das ist leider die Zeit, die auch Betrüger bevorzugt nutzen! Denn geblendet von tollen Umsätzen gerät bei den Händlern das Thema Betrugsprävention in den Hintergrund.
Allein in den letzten Tagen hatten wir hier Anrufe von zwei Shopbetreibern, die vermehrt Kreditkartenbetrügern Waren zugesandt haben.

Warum aber sind Händler oft so geblendet von den schönen Bestellungen und handeln nicht misstrauischer? Ein weißes CC Symbol in der Bestellübersicht bedeutet nicht, dass der Besitzer der Kreditkarte von der Belastung Kenntniss hat.

Gestohlene Kreditkarten sind leider weiterhin Alltag. POWERGAP bietet neben den in der Shopverwaltung eingebauten Präventionsmöglichkeiten aber auch Beratung an. Fangen wir mit den einfachen Dingen an:

- gute Kontrolle der Bestellung
Schon "ein" gekonnter Blick auf die Bestelldaten verrät dem Prüfer ob es Auffälligkeiten gibt und man weiterführende Checks durchführen sollte. Beispiel:
- eine hohe Summe eines Erstkunden
- ungewöhnliche Produktzusammenstellungen in der Order
- überdurchschnittlich wertvolle Produkte im Warenkorb, die sich von den Betrügern sehr lukrativ auf Auktionsplattformen zu Bargeld machen lassen
- Betrüger bestellen auch mal gern mehrere Stück eines Artikels, auch das ist ja für einen 0815 Kunden eher ungewöhnlich
- abweichende Lieferadresse
- Bestellungen aus Risikoländern
- Packstationen

Bei Bestellungen von Neukunden, die Sie noch nicht kennen ab z.B. 500 € (oder ab Ihrer ganz persönlichen Schmerzgrenze) die Mitarbeiter anweisen vom Kunden eine Ausweiskopie anzufordern. An der Kasse in der Stadt ist dieses Vorgehen ganz alltäglich.

Wer die Automatik für den Einzug der Kreditkarte in den Grundeinstellungen aktiv hat, der sollte diese z.B. nur auf "bis Betrag 500" eingrenzen. Dafür ist diese Funktion da. Die sicherste Methode ist bei überschaubarer Anzahl Transaktionen aber der manuelle Klick für den Einzug, weil man bei Betrugsverdacht mögliche Chargeback-Gebühren spart. Ist der Betrag eingezogen und der echte Besitzer erhebt zeitnah einen Einspruch, dann kann man als Händler sich selten gegen die meist 50€ teure Chargeback-Gebühr wehren.

Ogone, Wirecard und Heidelpay als unsere Partner für die Kreditkartenanbindungen verfügen intern über so manche Abwehrmechanismen. Können aber beim klassischen Betrug mit gestohlenen Kreditkarten fast nichts ausmachen.
Alle bieten aber (bzw. sollten es) ebenso Beratung in der Prävention an und können z.B. bei Misstrauen zu einer Transaktion weiterführende Prüfungen für SIe vornehmen. z.B. einen Check der IP!

Kommen wir zu den Möglichkeiten, die POWERGAP bietet:

- Bankdaten bereits bei anderen Kunden verwendet

- "SOUND-LIKE" und "IP"-Hinweis in der Bestellübersicht

- Prüfung auf Kunden mit gleicher IP aus Registrierung

- Prävention gegen Betrüger & Ermittlung Geodaten mit hostip.info & Google Maps

Besonders der zuletzt genannte Beitrag eröffnet einige Möglichkeiten, die Sie (falls noch nicht genutzt) sich unbedingt anschauen sollten. Denn hier verrät oft der Standort der Einwahl-IP-Adresse, dass hier etwas nicht stimmen kann. Um Spuren zu verwischen werden die gestohlenen Karten oft im Ausland eingesetzt, um das Rückverfolgen der IP aufgrund anderer gesetzlichen Bestimmungen zu verhindern. Wenn aber jemand aus (IP-Standort) Holland oder England bei Ihnen einkauft und eine deutsche Lieferadresse angibt ist das schon höchst verdächtig.

Wenn Ihnen weitere Funktionen einfallen, oder Sie im Zuge Ihrer täglichen Arbeit eine Idee entwickeln, wie man vorbeugen könnte, so bitte lassen Sie es uns wissen. Gemeinsam und durch immer mehr solcher Funktionen können wir Schaden vermeiden.


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