Das Header-Menü und die Navigation im Onlineshop
Header-Menü und Navigation sinnvoll gestalten
Für ein sinnvoll aufgebautes Header-Menü und die Navigation in einem Shopsystem gibt es nicht die EINE Lösung für alle. Der Aufbau richtet sich immer nach der Branche der angebotenen Produkte und damit ggf. auch an unterschiedliche Zielgruppen. Es sollte immer berücksichtigt werden, ob es sich um reine Verbrauchsartikel handelt, oder ob der Onlineshopkunde auch auf viele Informationen angewiesen ist.
Ein Onlinehändler sollte immer zuerst recherchieren, WONACH und WIE seine Shopkunden Artikel im Shop suchen. Für die "Sucher" - Kunden, die hauptsächlich über die Suche mit Suchwörtern nach ihren Produkten suchen, sind detaillierte Artikelnamen wichtig, aus denen in der Regel auch der Link dieses Artikels gebildet wird, und natürlich eine ausführliche Artikelbeschreibung, diese ebenso wichtig für die Suchmaschinen ist.
Oft stellt sich die Frage, welche Information gehört in einen Artikelnamen?
Das Wichtigste ist die Bezeichnung der Produktkategorie. Ist es ein Schuh oder eine Hose und vor allem was für ein Schuh. Hausschuh, Wanderschuh oder Hochzeitsschuh. Je nach Kategorie ist die Marke mal weniger und mal mehr wichtig, und sollte dann auch unbedingt Bestandteil des Artikelnamen sein. Hat das Produkt vom Hersteller bereits einen Eigennamen bekommen, wie z.B. asics es mit seinen Sportschuhen macht, sollte dieser wie z.B. gel-nimbus xy ebenfalls berücksichtigt werden. Als nächstes ist zu überlegen, wie wichtig das FÜR WEN sein könnte und ob es sich um einen Damen-, Herren-, Kinder- oder Diversschuh (unisex) handelt. Gerade bei Kleidung ganz allgemein und damit auch bei Schuhen, spielt durchaus auch die Farbe eine große Rolle. Gibt es jetzt noch Besonderheiten zum Produkt, wie z.B. nachhaltig oder bio oder recycelt oder wasserdicht oder oder oder, kann dies ebenfalls mit einbezogen werden.
Mit all diesen Komponenten kann der Artikelname schon mal ziemlich lang werden. Wird auch viel wert auf das Erscheinungsbild in den Produktübersichtsseiten gelegt, müssen Kompromisse gemacht werden, die ganz individuell je nach Wertigkeit des Artikel zu bewerten sind.
Wie strukturiere ich das Header-Menü eines Onlineshops?
Nachdem die "Sucher" nun bestmöglich verarztet wurden, sollten die "Klicker" - Kunden, die das Suchfeld ignorieren und sich viel lieber durch das Menü und die Navigation klicken, ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Besteht das Sortiment eines Onlineshops hauptsächlich aus Verbrauchsprodukten, die oft nachbestellt werden, sollte darauf geachtet werden, dass der Kunde seine Produkte schnell und einfach findet. In diesen Fällen wissen die Kunden in der Regel, was sie wollen.
Große Allrounder-Shops benötigen einen umfangreicheren Aufbau des Menüs und der Navigation, als ein Nischenshop für Weine oder Grappa oder Hausschuhe. An dieser Stelle passt immer das Bild des klassischen Kaufhauses ganz gut, was aus viel mehr Etagen und Rolltreppen besteht, als der kleine Geschenkeladen in der Altstadt. Wird ein Kaufhaus betreten, sollte die Hauptproduktkategorie jeder Etage klar und deutlich ersichtlich sein. Im Fall von Klamotten spielt das FÜR WEN die wichtigste Rolle und sollte genauso im Onlineshop beachtet werden. Wird in die Etage zu den Haushaltsartikeln gewechselt, spielt das FÜR WEN keine Rolle mehr, auch wenn sich daraus schon fast eine Marktlücke ergibt ;-) Hier bekommt dann das FÜR WAS eine höhere Wertigkeit.
Handelt es sich um eine Produktpalette, um Produkte die unter eine hohe Spezialisierung fallen, ist der Kunde öfter auf viele Informationen angewiesen, weil er vielleicht noch gar keine Ahnung hat, was er genau will oder viel eher, was er genau braucht. Für diesen noch etwas wissenslosen Kunden ist zu überlegen, an welcher Stelle ihn verlinkte interne Informationsseiten am besten erreichen, ohne ihn zu verwirren. Eine Mischung von Verlinkungen in einem Header-Menü zu Produktseiten und Informationsseiten sollte vermieden werden. Stattdessen sollte klar und deutlich ein eigener Menüpunkt dafür erstellt werden.
In vielen Fällen wird das Produktsortiment eines Onlineshops aber auch eine Kombination aus Verbrauchsprodukten und Stöberprodukten enthalten. Dazu kommt die Zielgruppe der Neukunden und Bestandskunden. Möchte ein Shopbetreiber das Einkaufserlebnis am Ende für alle Kunden optimal gestalten, ist es notwendig vorher genau zu überlegen und abzuwägen, nicht zuletzt mit welchen Kunden und auch Produkten er am erfolgreichsten wird.
Der Strukturwald im POWERGAP Shopsystem, aus dem die Navigation mit Filtermöglichkeiten gebildet wird und das Header-Menü gebildet werden kann, besteht für eine Etage oder Abteilung, von denen es beliebig viele geben kann, aus 3 Haupt-Strukturbäumen mit jeweils einer Unterkategorie. Shopsoftware, die hier auf endlose Unterkategorien setzt, mag im ersten Augenblick mehr Freiheit oder Vorteile suggerieren, was aber beim 2. Hinschauen ebenso seine Nachteile mit sich bringt. Hat sich ein Kunde einmal in den Tiefen der Unterkategorien verfangen, findet er nur schwer zurück, bzw. ist gezwungen viel öfter wieder von vorne zu beginnen. Das ist bei POWERGAP nicht der Fall. Der Shopkunde kann im ersten Step in 5 verschiedenen Bereichen starten, dann in die dazugehörige Untergruppe und / oder in die anderen Bereiche wechseln.
Der Aufbau des Strukturwaldes im POWERGAP Shopsystem
- 1. Die Artikeluntergruppe mit ihrer Untergruppe
- 2. Die Zusatzkategorie mit ihrer Untergruppe
- 3. Die Spezialkategorie mit ihrer Untergruppe
- 4. Der Hersteller - Die Marke
- 5. Der Artikelzusatz. Die Besonderheit, die alle Produkte betreffen kann
Zu 1.) Die Artikeluntergruppe sollte immer aus der Produktkategorie bestehen. Um WAS für ein Produkt handelt es sich. Schuh, Tisch, Vase, Rasenmäher, Wein, Whiskey, Grappa oder Mütze und als Unterkategorie z.B. die Fliegermütze.
Zu 2.) Die Zusatzkategorie bietet sich für die Zielgruppe an. Für WEN ist das Produkt geeignet. Damen, Herren, Divers, Kinder oder unisex. Die Untergruppe der Zusatzkategorie wird in diesem Fall nicht gebraucht.
Zu 3.) Die Spezialkategorie bietet sich für das Material oder die Herkunft an. Für / aus WAS oder WOHER besteht oder stammt das Produkt. Baumwolle, Leder, Leinen, Polyester oder Schafwolle. Oder stammt es aus Deutschland, Italien oder Frankreich und als Unterkategorie z.B. aus der Region NRW.
Zu 4.) Der Hersteller bleibt der Hersteller und damit in der Regel die MARKE des Produktes.
Zu 5.) Der Artikelzusatz beschreibt eine BESONDERHEIT eines Produktes, die auf ALLE Produkte zutreffen kann, und somit Kategorie unabhängig ist. TIPP, Angebot, SALE, BIO, Bewertungssiegel, Energieklassen und vieles mehr, was auch gerne mit einer kleinen Grafik hinterlegt werden kann.
Im Header-Menü können sämtliche Strukturbäume oder sogar auch die einzelnen Äste und auch manuell angelegte Verlinkungen zu Informationsseiten individuell gemischt werden. Auch die Anzeige von Angebotsartikeln, verlinkten Grafiken und Icons zu jeder Kategorie sind möglich. Schauen Sie sich an, welche Funktionalitäten der neue POWERGAP Menü-Generator beinhaltet und wie Sie damit per drag and drop Ihr Header-Menü gestalten.
Wie funktioniert die Filterung im POWERGAP Shopsystem?
Die Filterung der Produktkategorien ergibt sich immer aus den Strukturbäumen, während das Header-Menü deutlich freier und individueller gestaltet werden kann. Die Filtermöglichkeiten befinden sich Desktop entweder links neben den Produkten oder in der älteren Responsiveversion über den Produkten als Drop-Down Elemente. Der Shopkunde kann immer in den 5 o.g. Bereichen beginnen, was er in der Regel über das Header-Menü oder über eine Startseitenverlinkung tut. Danach wird er dann nach der jeweiligen Untergruppe oder den anderen Strukturbäumen filtern. Somit hat der Shopkunde die Freiheit, mit der Marke oder der Kategorie oder dem FÜR WEN oder dem FÜR WAS oder den Besonderheiten zu starten. Lediglich die Filterung nach Besonderheit im 2. Step ist nicht möglich. Die Filterungen nach Farbe und Größe ergeben sich aus der Warenwirtschaft und den gebuchten Lagerbeständen und werden automatisch aufgeführt.